Niederlande und Frankreich

via Pro Asyl

In den Niederlanden und in Frankreich mussten Flüchtlingsaktivistinnen und -aktivisten schwere Schikanen erdulden. Im November und Dezember 2012 wurden in Den Haag und Amsterdam Protestcamps gewaltsam von der Polizei geräumt, berichtet das Blog rechtopbestaan. In Amsterdam haben rund 100 Menschen in der Josefkirche Zuflucht gefunden, wo sie bis März bleiben können. In mehreren niederländischen Städten finden Solidaritätsaktionen für die Flüchtlinge statt, die dagegen ankämpfen, illegalisiert, inhaftiert oder in die Obdachlosigkeit gezwungen zu werden.

Gegenüber Flüchtlingsaktivistinnen und -aktivisten in Lille demonstrierten die französischen Behörden Härte. Am 30. Dezember 2012 ließen sie trotz einer noch ausstehenden Gerichtsentscheidung zwei Flüchtlinge in ihr Herkunftsland Algerien abschieben – so geschwächt, dass beide nach ihrer Ankunft in ein Krankenhaus gebracht und medizinisch behandelt werden mussten. Die beiden und 38 weitere hatten sich 73 Tage lang, bis zum 19. Dezember 2012, in einem Hungerstreik für ihre Legalisierung  befunden. Den Streik hatten 125 Migrantinnen und Migranten aus Marokko, Algerien, Guinea und Thailand begonnen (Informationen: Blog du Comité des sans papiers 59). In Frankreich sind weitere Protestaktionen gegen die Vorenthaltung von Aufenthaltstiteln für Migrantinnen und Migranten geplant.

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